Diabetes-Test in der Apotheke: Was die Blutzuckermessung zeigt

Inhaltsübersicht
Ein ungewöhnlich starker Durst, ständige Müdigkeit oder Diabetes in der Familie können eine beunruhigende Frage auslösen: Ist mein Blutzucker zu hoch? Eine Kontrolle in der Apotheke bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit, mit einem Diabetes-Test den aktuellen Wert bestimmen und fachlich einordnen zu lassen.
Dafür genügt in der Regel ein kleiner Blutstropfen aus der Fingerkuppe. Das Ergebnis liegt nach kurzer Zeit vor. Es kann einen unauffälligen Wert zeigen oder auf einen möglichen gestörten Zuckerstoffwechsel hinweisen. Eine sichere Diabetesdiagnose lässt sich aus einer einzelnen kapillaren Messung jedoch nicht ableiten.
Der Test zu Diabetes in der Apotheke dient der ersten Orientierung. Bei einem auffälligen Ergebnis folgt die eigentliche diagnostische Abklärung in einer Arztpraxis.
Was wird bei einem Diabetes-Test in der Apotheke gemessen?
Der Begriff „Diabetes-Test“ bezeichnet in der Apotheke meist eine Blutzuckermessung. Bestimmt wird die Konzentration von Glukose im Blut. Glukose ist ein wichtiger Energielieferant für Muskeln, Gehirn und andere Organe.
Nach einer Mahlzeit gelangen Kohlenhydrate aus dem Darm ins Blut. Daraufhin schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Dieses Hormon hilft den Körperzellen dabei, Glukose aufzunehmen. Der Blutzuckerspiegel sinkt anschließend wieder.
Bei einem Typ-2-Diabetes reagieren die Körperzellen zunehmend schlechter auf Insulin. Diese sogenannte Insulinresistenz führt dazu, dass mehr Glukose im Blut verbleibt. Die Bauchspeicheldrüse versucht zunächst, dies durch eine höhere Insulinproduktion auszugleichen. Reicht dieser Ausgleich nicht mehr aus, steigen die Blutzuckerwerte dauerhaft.
Ein Typ-1-Diabetes entsteht anders. Hier greift das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an. Dadurch fehlt dem Körper Insulin. Die Erkrankung kann sich rasch entwickeln und betrifft nicht ausschließlich Kinder oder Jugendliche.
So läuft die Blutzuckermessung in der Apotheke ab
Vor der Messung wird geklärt, wann Sie zuletzt gegessen haben, ob Beschwerden bestehen und welche Medikamente Sie einnehmen. Diese Angaben sind für die spätere Einordnung wesentlich.
Anschließend wird die Fingerkuppe gereinigt und mit einer sterilen Lanzette angestochen. Ein kleiner Blutstropfen kommt auf einen passenden Teststreifen. Das Messgerät zeigt nach kurzer Zeit den aktuellen Blutzuckerwert an, meist in Milligramm pro Deziliter, abgekürzt mg/dl, oder in Millimol pro Liter, mmol/l.
Die Blutentnahme dauert nur wenige Augenblicke. Der Einstich kann kurz spürbar sein, wird jedoch meist als wenig belastend empfunden.
Nach der Messung bespricht das pharmazeutische Fachpersonal das Ergebnis mit Ihnen. Dabei geht es nicht nur um eine Zahl. Entscheidend sind auch der Messzeitpunkt, Ihre persönliche Vorgeschichte, vorhandene Beschwerden und mögliche Risikofaktoren.
Muss man für einen Diabetes-Test in der Apotheke nüchtern sein?
Für eine erste Kontrolle ist eine Messung grundsätzlich auch nach dem Essen möglich. Die Aussage hängt dann jedoch stark davon ab, wann und was Sie gegessen haben.
Ein Nüchternwert lässt sich besser mit festgelegten diagnostischen Bereichen vergleichen. Nüchtern bedeutet üblicherweise, dass mindestens acht Stunden keine kalorienhaltige Nahrung und keine zuckerhaltigen Getränke aufgenommen wurden. Wasser ist erlaubt. Kaffee, Saft, Milch und gesüßter Tee zählen nicht als nüchtern.
Informieren Sie die Apotheke darüber, ob Sie nüchtern sind. Setzen Sie Medikamente für den Test nicht eigenmächtig ab. Das gilt insbesondere für Diabetesmedikamente, Insulin und Kortisonpräparate.
Was ist ein Gelegenheitsblutzucker?
Ein Gelegenheitswert wird unabhängig von der letzten Mahlzeit bestimmt. Er kann auffällig hohe Glukosewerte sichtbar machen, lässt sich aber schwieriger beurteilen als ein standardisierter Nüchternwert.
Nach einem reichhaltigen Frühstück fällt der Wert erwartungsgemäß anders aus als am frühen Morgen vor dem Essen. Auch ein kurzer Sprint zur Apotheke, akuter Stress oder ein Infekt können den Blutzucker vorübergehend verändern.
Welche Blutzuckerwerte gelten als normal?
Blutzuckerwerte benötigen immer Kontext. Die folgenden Bereiche dienen deshalb lediglich der medizinischen Orientierung und nicht der Selbstdiagnose.
| Messverfahren | Unauffälliger Bereich | Erhöhtes Diabetesrisiko | Diabetesbereich |
|---|---|---|---|
| Nüchternplasmaglukose im Labor | unter 100 mg/dl | 100 bis 125 mg/dl | ab 126 mg/dl |
| HbA1c im Labor | unter 5,7 % | 5,7 bis 6,4 % | ab 6,5 % |
| 2-Stunden-Wert beim oGTT | unter 140 mg/dl | 140 bis 199 mg/dl | ab 200 mg/dl |
Die angegebenen Diagnosegrenzen beziehen sich auf standardisierte Laborverfahren. Ein mobiles Blutzuckermessgerät arbeitet mit Kapillarblut und dient vor allem der Kontrolle oder ersten Orientierung. Ergebnisse nahe an einer Grenze dürfen daher nicht wie ein abschließender Laborbefund behandelt werden.
Bei stoffwechselgesunden Personen liegt der Nüchternblutzucker unter 100 mg/dl beziehungsweise 5,6 mmol/l. Ein Diabetes kann vorliegen, wenn der Nüchternwert bei standardisierter Diagnostik wiederholt mindestens 126 mg/dl beziehungsweise 7,0 mmol/l erreicht. Ein Gelegenheitswert ab 200 mg/dl beziehungsweise 11,1 mmol/l ist besonders in Verbindung mit typischen Beschwerden abklärungsbedürftig.
Warum reicht ein einzelner auffälliger Wert meist nicht aus?
Der Blutzucker schwankt. Schlafmangel, starke Belastung, Schmerzen, Fieber, eine akute Infektion und kortisonhaltige Medikamente können den Wert erhöhen. Fehler bei der Probenentnahme oder beim Teststreifen sind ebenfalls möglich.
Die Nationale Versorgungsleitlinie sieht für die Diagnose eines Typ-2-Diabetes grundsätzlich bestätigende pathologische Laborwerte vor. Widersprüchliche oder grenzwertige Ergebnisse werden durch weitere Untersuchungen geklärt.
Wie zuverlässig ist ein Diabetes-Test in der Apotheke?
Bei korrekter Durchführung können moderne Blutzuckermessgeräte einen aktuellen Wert zuverlässig genug für eine orientierende Kontrolle bestimmen. Sie sind jedoch nicht mit einer standardisierten venösen Laboranalyse gleichzusetzen.
Kapillarblut stammt aus den kleinen Gefäßen der Fingerkuppe. In einer Arztpraxis wird für die Diagnostik meist venöses Blut entnommen und die Plasmaglukose im Labor bestimmt. Unterschiede zwischen Probenmaterial, Gerät und Messbedingungen erklären, weshalb die Werte nicht immer exakt übereinstimmen.
Die Messung in der Apotheke beantwortet daher vor allem drei Fragen:
- Ist der aktuelle Wert unauffällig?
- Gibt es einen Hinweis, der kontrolliert werden sollte?
- Ist eine zeitnahe oder sofortige ärztliche Abklärung erforderlich?
Sie beantwortet nicht abschließend, ob Diabetes vorliegt oder welcher Diabetestyp bestehen könnte.
Woran kann man Diabetes erkennen?
Typ-2-Diabetes entwickelt sich meist schleichend. Zu Beginn fehlen häufig eindeutige Beschwerden. Müdigkeit oder Leistungsschwäche werden leicht auf Stress, das Alter oder schlechten Schlaf zurückgeführt. Dadurch kann die Stoffwechselstörung längere Zeit unbemerkt bleiben.
Mögliche Anzeichen sind:
- auffallend starker Durst
- vermehrtes Wasserlassen
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- unerklärliche Gewichtsabnahme
- verschwommenes Sehen
- trockene oder juckende Haut
- wiederkehrende Infektionen
- schlecht heilende Wunden
Diese Symptome sind nicht spezifisch für Diabetes. Sie können zahlreiche andere Ursachen haben. In Kombination oder bei deutlicher Ausprägung sollten sie dennoch ärztlich untersucht werden. Typ-2-Diabetes kann auch vollständig ohne erkennbare Beschwerden bestehen.
Wann ist rasche ärztliche Hilfe nötig?
Ausgeprägter Durst, sehr häufiges Wasserlassen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, tiefe oder auffällig schnelle Atmung, Benommenheit und ein fruchtig wirkender Atemgeruch können auf eine schwere Stoffwechselentgleisung hindeuten. Das gilt besonders bei Kindern, Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen, weil ein bislang unerkannter Typ-1-Diabetes rasch Beschwerden verursachen kann.
Bei Bewusstseinsstörungen, Atemproblemen oder einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustands ist der Rettungsdienst unter 112 die richtige Anlaufstelle.
Für wen ist eine Blutzuckerkontrolle besonders sinnvoll?
Eine Kontrolle kann sinnvoll sein, wenn Diabetes in der engeren Familie vorkommt, bereits erhöhte Werte festgestellt wurden oder mehrere Stoffwechselrisiken zusammentreffen.
Das Risiko für Typ-2-Diabetes steigt unter anderem bei Übergewicht, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten, Rauchen und einer familiären Veranlagung. Auch ein früherer Schwangerschaftsdiabetes und Medikamente, die den Zuckerstoffwechsel beeinflussen, können relevant sein. Dazu zählt beispielsweise länger eingenommenes Kortison in Tablettenform.
Das Lebensalter spielt ebenfalls eine Rolle, ist aber kein Ausschlusskriterium. Typ-2-Diabetes tritt zunehmend auch bei jüngeren Erwachsenen auf. Schlanke Personen können ebenso erkranken, insbesondere bei einer starken erblichen Belastung.
Eine Risikoeinschätzung lässt sich mit validierten Fragebögen ergänzen. Solche Tests erfassen beispielsweise Alter, Taillenumfang, Bewegung, Ernährung, Blutdruck und familiäre Vorbelastung. Sie messen keinen Blutzucker, können aber zeigen, ob eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung sinnvoll ist.
Blutzucker, HbA1c und Glukosetoleranztest: Was ist der Unterschied?
Die Verfahren betrachten den Zuckerstoffwechsel aus unterschiedlichen Perspektiven.
Aktueller Blutzucker
Die Messung zeigt die Glukosekonzentration zu diesem Zeitpunkt. Sie eignet sich zur schnellen Orientierung und, bei bereits bekanntem Diabetes, zur Selbstkontrolle nach ärztlichem Therapieplan.
Ein unauffälliger Einzelwert kann einen frühen Typ-2-Diabetes nicht sicher ausschließen. Der Wert kann gerade zufällig günstig liegen, obwohl der Zuckerstoffwechsel nach Mahlzeiten bereits gestört ist.
HbA1c als Langzeitwert
Der HbA1c beschreibt, welcher Anteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin mit Glukose verbunden ist. Er gibt einen Anhaltspunkt für den durchschnittlichen Blutzucker der vergangenen acht bis zwölf Wochen.
Bestimmte Erkrankungen und Situationen können den HbA1c verfälschen. Dazu gehören einige Blutarmutformen, größere Blutverluste, Bluttransfusionen, schwere Nieren- oder Lebererkrankungen sowie Veränderungen der roten Blutkörperchen. Deshalb beurteilt die Ärztin oder der Arzt den Wert zusammen mit der Krankengeschichte und weiteren Laborbefunden.
Oraler Glukosetoleranztest
Beim oralen Glukosetoleranztest, kurz oGTT, wird zunächst der Nüchternblutzucker bestimmt. Danach trinkt die untersuchte Person eine standardisierte Glukoselösung. Eine weitere Blutentnahme zeigt, wie der Körper die Zuckerbelastung verarbeitet.
Der oGTT wird unter standardisierten Bedingungen durchgeführt. Er kann sinnvoll sein, wenn andere Ergebnisse nicht eindeutig sind. In der Schwangerschaft gelten besondere Abläufe und Grenzwerte. Die Diagnostik eines Schwangerschaftsdiabetes gehört in die ärztliche Betreuung.
Was passiert bei einem auffälligen Ergebnis?
Ein erhöhter Messwert ist zunächst ein Signal zur Klärung, keine fertige Diagnose. Das weitere Vorgehen richtet sich nach Höhe des Wertes, Messzeitpunkt und möglichen Beschwerden.
Bei einer leichten Abweichung ohne Symptome kann eine standardisierte Kontrolle in der Hausarztpraxis sinnvoll sein. Dort werden je nach Situation Nüchternplasmaglukose, HbA1c oder ein Glukosetoleranztest veranlasst.
Bei deutlich erhöhten Werten sollte die Abklärung zeitnah erfolgen. Treten zugleich starker Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust, Übelkeit oder ein stark reduzierter Allgemeinzustand auf, ist eine dringliche medizinische Einschätzung erforderlich.
Versuchen Sie nicht, einen einzelnen hohen Wert durch Fasten, intensive Bewegung oder eigenmächtig eingenommene Medikamente zu „korrigieren“. Besonders starke körperliche Belastung kann bei einer ausgeprägten Stoffwechselentgleisung ungeeignet sein.
Was bedeutet ein Wert im Bereich des Prädiabetes?
Prädiabetes bezeichnet einen erhöhten Blutzucker, der die Diagnosegrenzen eines Diabetes noch nicht erreicht. Er weist auf ein gesteigertes Risiko für einen späteren Typ-2-Diabetes und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.
Diese Phase ist medizinisch bedeutsam, weil sich der Stoffwechsel durch eine passende Lebensweise günstig beeinflussen lässt. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Rauchstopp und eine Gewichtsabnahme bei Übergewicht können das Erkrankungsrisiko senken oder die Entwicklung verzögern.
Welche Maßnahmen sinnvoll und realistisch sind, hängt von der persönlichen Situation ab. Starre Verbotslisten helfen meist weniger als konkrete, dauerhaft umsetzbare Veränderungen.
Wie lässt sich Typ-2-Diabetes vorbeugen?
Kein Lebensstil bietet eine absolute Garantie. Erbliche Faktoren, das Alter und bestimmte Erkrankungen lassen sich nicht verändern. Beeinflussbare Risiken bieten dennoch einen wirksamen Ansatzpunkt.
Bereits zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen verbessert die Insulinwirkung der Muskulatur. Entscheidend ist eine regelmäßige Aktivität, die in den Alltag passt. Drei kurze Spaziergänge können an einem vollen Tag realistischer sein als eine seltene, überfordernde Trainingseinheit.
Auch die Ernährung muss nicht auf einzelne vermeintliche „Diabetes-Lebensmittel“ reduziert werden. Empfehlenswert ist eine ballaststoffreiche Auswahl mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und angemessenen Portionen. Zuckerhaltige Getränke lassen den Blutzucker rasch steigen und liefern wenig Sättigung. Wasser oder ungesüßter Tee sind im Alltag meist die günstigere Wahl.
Bei Übergewicht kann schon eine moderate und dauerhaft gehaltene Gewichtsabnahme den Stoffwechsel entlasten. Eine Gewichtskontrolle in der Apotheke kann dabei helfen, Entwicklungen über einen längeren Zeitraum sichtbar zu machen.
Welche Rolle spielt die Apotheke bei bekanntem Diabetes?
Nach einer Diagnose bleibt die Arztpraxis für Therapie, Verlaufskontrollen und die Untersuchung möglicher Folgeerkrankungen zuständig. Die Apotheke kann die Versorgung im Alltag ergänzen.
Dazu gehören die Erklärung von Blutzuckermessgeräten, Hinweise zur richtigen Lagerung von Insulin, die Kontrolle möglicher Arzneimittelwechselwirkungen und Unterstützung bei der Anwendung verordneter Medikamente. Auch Fragen zu Teststreifen, Lanzetten, Unterzuckerungen oder Reisen mit Diabetes lassen sich in einem persönlichen Gespräch klären.
Wer ein Messgerät verwendet, sollte die Durchführung regelmäßig überprüfen lassen. Typische Fehler entstehen durch ungewaschene Hände, zu wenig Blut, abgelaufene Teststreifen, ungeeignete Lagerung oder eine falsche Geräteeinstellung.
Die eigenständige Messung ist nicht für jeden Menschen mit Typ-2-Diabetes in gleicher Häufigkeit erforderlich. Der Messplan richtet sich nach Therapieform, Stoffwechsellage, Unterzuckerungsrisiko und ärztlicher Empfehlung.
Behandlungsmöglichkeiten nach einer Diabetesdiagnose
Die Behandlung wird individuell geplant. Grundlage sind verständliche Schulung, Bewegung und eine Ernährung, die zur Lebenssituation passt. Je nach Stoffwechsellage und Begleiterkrankungen kommen zusätzlich blutzuckersenkende Medikamente oder Insulin infrage.
Therapieziele werden nicht allein anhand einer pauschalen Zahl festgelegt. Alter, Diabetesdauer, weitere Erkrankungen, persönliches Unterzuckerungsrisiko und individuelle Wünsche fließen in die Entscheidung ein. Die Nationale Versorgungsleitlinie empfiehlt deshalb ausdrücklich individualisierte Behandlungsziele.
Regelmäßige ärztliche Kontrollen dienen nicht nur der Blutzuckereinstellung. Augen, Nieren, Füße, Nerven, Blutdruck und Blutfette benötigen ebenfalls Aufmerksamkeit, weil dauerhaft erhöhte Glukosewerte Gefäße und Organe schädigen können.
Der Apothekentest schafft Orientierung
Ein Diabetes-Test in der Apotheke ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Blutzuckerkontrolle. Die Messung kann unauffällige Werte bestätigen oder einen Hinweis auf einen gestörten Zuckerstoffwechsel liefern.
Das Ergebnis ist jedoch eine Momentaufnahme. Für eine Diabetesdiagnose sind standardisierte ärztliche Laboruntersuchungen erforderlich. Bei auffälligen Werten, typischen Beschwerden oder einem erhöhten persönlichen Risiko sollte deshalb eine Hausarztpraxis die weitere Abklärung übernehmen.
Die Apotheke Süssmann bietet eine Blutzuckerkontrolle als Teil ihrer Gesundheitstests an. Das pharmazeutische Fachpersonal erläutert den gemessenen Wert, berücksichtigt die Messbedingungen und bespricht mit Ihnen, welcher nächste Schritt sinnvoll sein kann. Informationen zu Vorbereitung, Termin und möglichen Kosten erhalten Sie direkt in der Apotheke.
FAQ
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Diabetes-Test in der Apotheke
Kann ich in der Apotheke testen lassen, ob ich Diabetes habe?
Die Apotheke kann Ihren aktuellen Blutzucker bestimmen und das Ergebnis einordnen. Ein auffälliger Wert kann auf einen möglichen Diabetes hinweisen. Die verbindliche Diagnose erfolgt jedoch ärztlich anhand standardisierter Laborwerte.
Muss ich für die Blutzuckermessung nüchtern kommen?
Ein Test ist auch nach dem Essen möglich. Ein Nüchternwert lässt sich jedoch leichter beurteilen. Für eine Nüchternmessung sollten Sie in der Regel mindestens acht Stunden keine kalorienhaltige Nahrung oder Getränke zu sich genommen haben. Wasser ist erlaubt. Medikamente dürfen nur nach ärztlicher Rücksprache verändert werden.
Wie lange dauert ein Diabetes-Test in der Apotheke?
Die eigentliche Messung benötigt nur wenige Minuten. Für die Vorbereitung und die persönliche Besprechung des Ergebnisses sollte zusätzliche Zeit eingeplant werden.
Tut die Blutzuckermessung weh?
Für die Blutprobe wird die Fingerkuppe kurz mit einer sterilen Lanzette angestochen. Der Einstich kann leicht spürbar sein, ist aber schnell vorüber. Benötigt wird nur ein kleiner Blutstropfen.
Welcher Blutzuckerwert ist nüchtern normal?
Bei stoffwechselgesunden Personen liegt die Nüchternplasmaglukose im Labor unter 100 mg/dl beziehungsweise 5,6 mmol/l. Werte von 100 bis 125 mg/dl entsprechen einem erhöhten Risikobereich. Ab 126 mg/dl liegt der Wert im Diabetesbereich, sofern er durch eine standardisierte ärztliche Diagnostik bestätigt wird.
Kann ein Diabetes-Test falsch ausfallen?
Messabweichungen sind möglich. Ungewaschene oder feuchte Hände, ungeeignete Teststreifen, eine zu kleine Blutprobe und extreme Temperaturen können das Ergebnis beeinflussen. Zusätzlich verändert sich der Blutzucker durch Mahlzeiten, Bewegung, Stress, Infekte und Medikamente.
Was kostet eine Blutzuckermessung in der Apotheke?
Die Kosten unterscheiden sich je nach Apotheke und Leistungsumfang. Erfragen Sie den aktuellen Preis sowie eine mögliche Terminvereinbarung direkt bei der Apotheke.
Ist ein Diabetes-Selbsttest aus der Apotheke zuverlässig?
Ein zugelassenes Messgerät kann bei korrekter Anwendung einen nützlichen aktuellen Blutzuckerwert liefern. Zur Diagnose ist ein Selbsttest nicht geeignet. Auffällige oder nicht zu den Beschwerden passende Ergebnisse gehören in ärztliche Hände
Was ist besser, Blutzucker oder HbA1c?
Die Werte beantworten unterschiedliche Fragen. Der Blutzucker zeigt die aktuelle Situation. Der HbA1c bildet den durchschnittlichen Blutzucker der vergangenen acht bis zwölf Wochen ab. Welcher Test erforderlich ist, richtet sich nach der medizinischen Fragestellung.
Kann ich trotz normalem Blutzucker Prädiabetes haben?
Ein einzelner normaler Gelegenheitswert kann eine beginnende Störung nicht sicher ausschließen. Bei erhöhtem Risiko können ein Nüchternlaborwert, der HbA1c oder ein oraler Glukosetoleranztest zusätzliche Informationen liefern.
Wann sollte ich mit einem erhöhten Wert zum Arzt?
Ein auffälliger Wert sollte ärztlich kontrolliert werden. Je höher der Wert und je ausgeprägter die Beschwerden, desto dringlicher ist die Abklärung. Bei Übelkeit, Erbrechen, tiefer Atmung, Benommenheit oder einem deutlich verschlechterten Allgemeinzustand benötigen Sie sofort medizinische Hilfe.
Kann Stress den Blutzucker erhöhen?
Stresshormone mobilisieren Energiereserven und können den Blutzucker vorübergehend anheben. Auch Schlafmangel, Schmerzen und akute Erkrankungen beeinflussen den Wert. Wiederholt erhöhte Ergebnisse sollten dennoch nicht allein auf Stress zurückgeführt werden.
Hinweis:
Die Informationen im Text dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen nicht die Beratung oder Diagnose durch einen Arzt oder andere medizinische Fachkräfte. Die Informationen sollten niemals als Grundlage für Selbstmedikation oder medizinische Entscheidungen verwendet werden. Bei anhaltenden oder ungewöhnlichen Hautveränderungen sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Nur medizinisches Fachpersonal kann eine fundierte Diagnose stellen und eine geeignete Therapie einleiten.